Notfallübung

 

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Am 9. Dezember 2003 fand in Dietzenbach bei KM 13,0 hinter dem Spessartviertel ein simulierter Unfall statt. Die Idee kam vom Ausländerbeirat und wurde in der Stadtverordnetenversammlung vorgetragen und von Bürgermeister Stephan Gieseler organisiert. An der Aktion, die ca. 16 Uhr statt fand, beteiligten sich die Deutsch Bahn, der Bundesgrenzschutz, die Polizeistation und die Feuerwehr Dietzenbach und das Ordnungsamt.

Bei dem simulierten Unfall wird ein Vater (Strohpuppe), der mit dem Kinderwagen auf den Gleisen unterwegs ist, von einem S-Bahnzug erfasst werden. Anschließend  startet die Feuerwehr und der Rettungsdienst seinen Einsatz.

Über einen Lautsprecher wurde die Aktion in mehrerer Sprachen übersetzt. Neben Kindern mit deren Kindergärtnerinnen waren viele Anwohner des Spessartviertels und Fotografen anwesend.

Sehen Sie eine Auswahl von 22 Fotos aus 77 Fotos:

Um 15:38 Uhr sind die Mitarbeiter der DB ProjektBau GmbH längst anwesend. Auch die Strohpuppe steht bereit. Was der Polizeibeamte wohl gerade denkt?
Um 15:46 Uhr trifft die ET 420 S-Bahn Garnitur 337-8 an der "Unglücksstelle" ein. Es wird ausgelotet, wo die Strohpuppe stehen wird und wo die Bremsung einzuleiten ist. Der Zug musste zum Bahnhof Dietzenbach fahren. Nun kommt er zurück und hält an der Station Dietzenbach-Mitte.
Die Strohpuppe und der Kinderwagen werden auf die Gleise gestellt. Um 16:10 Uhr kommt die S-Bahn mit etwa 40 km/h angefahren.
... angefahren ... ... trifft die Strohpuppe mit voller Wucht ...
... und gerät unter die S-Bahn. Der Tf leitet sofort eine Vollbremsung ein und der Strombügel wird herunter gefahren. Bei der hier erlaubten Geschwindigkeit von 80 km/h wäre der Kinderwagen im hohen Bogen weg geflogen. Der Kinderwagen liegt unter der S-Bahn.
Einige Meter weiter liegt ein weiteres, mitgeschleiftes Teil vom Kinderwagen. Die Feuerwehr ist eingetroffen ...
... und das Rettungsteam vom Roten Kreuz auch. Ein Fernsehteam vom HR ist ebenfalls anwesend. Gott sei dank wird nur eine kaputte Strohpuppe weg getragen. Im Ernstfall wäre das ein Toter im Sarg ...
Zwei von der Dietzenbacher Feuerwehr, in der Mitte Herr Liebl von der DB ProjektBau GmbH. Die zahlreichen Zuschauer sahen aus sicherer Entfernung zu.
Auch Herr Bürgermeister Stephan Gieseler sah aus sicherer Entfernung der Simulation zu. Die eingetroffene Feuerwehr bereitet die Erdung vor.
Das Erdungskabel wird an die Schiene geschraubt. Hinten hängt die Prüfstange in der Oberleitung. Damit wurde zuvor geprüft, ob die Oberleitung stromlos ist. Der Feuerwehrmann in der Mitte hängt das Erdungskabel mit Hilfe der Erdungsstange an die Oberleitung. Oben auf der Erdungsstange ist ein Haken, welcher das Einhängen vereinfacht. Mit der Erdungsstange wird Haken mit Erdungskabel an der Oberleitung fest geschraubt wird.
Sicherlich wissen Sie, was das ist. Ich wusste es bis heute nicht: Dies ist der Behälter vor den Rädern der S-Bahn. Dieser beinhaltet Sand. Der Sand dient zum Verstärken der Bremsung. Bei der heutigen Notbremsung hat der Triebfahrzeugführer (Tf) mit "Sand gebremst". Hier noch mal im Detail: links das Rohr, wo der Sand heraus kommt. Auf der Schiene der Sand, auf dem Rad der vom Gewicht zermalene Sand.